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Interview mit Marian Simunovic von Van LOON

 

Interview mit Marian Simunovic

(Mitinhaber des Restaurantschiffs "Van Loon)

van Loon hat auch eine Homepage im Internet

. Wann wurde die "van Loon" gebaut?

M.S.: Die "van Loon" wurde 1914 gebaut; d.h. sie ist jetzt genau 75 Jahre alt.

· Wo wurde das Schiff gebaut?

M.S.: Das Schiff wurde in Holland gebaut; es ist ein holländischer Frachtensegler. Es wurde anfangs auf dem IJsselmeer und in den holländischen Kanälen und Grachten zum Transport verschiedener Sachen benutzt: Man hat damit z.B. Käse, Torf und Getreide transportiert.

· Woher haben Sie das Schiff?

M.S.: Mein Partner, Karsten Sahner, hat dieses Schiff in Holland gekauft und anschließend in Emden umgebaut. 1989 ist er mit dem Schiff nach Berlin gefahren und hat hier im Urbanhafen einen Liegeplatz für dieses Schiff bekommen.

· Warum haben Sie sich gerade den Urbanhafen ausgesucht?

M.S.: Es ist gar nicht so leicht, in Berlin einen Liegeplatz zu bekommen. ... Der Urbanhafen war der erste attraktive Platz, den man uns angeboten hat. Wenn man sich das viele Grün ringsherum anguckt, ist der Urbanhafen auch ein guter Standort.

· Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Restaurantschiff zu eröffnen?

M.S.: Mein Partner ist auf diese Idee gekommen, weil er ein Schiffsliebhaber, ein Schiffsverrückter ist. Seit frühester Kindheit segelt er und interessiert sich für Schiffe, für das Meer und für Wassersport. Ich habe mal Koch gelernt, wir ergänzen uns gut: Er versteht viel von Schiffen und ich arbeite seit 20 Jahren in der Gastronomie.

 









 
 






 
  ·Gab es Probleme das Schiff nach Berlin zu holen? Wo sind Sie entlang gefahren?

M.S.: Es gab damals ganz große Schwierigkeiten: 1988 gab es in Berlin ja noch die Mauer. Um von Emden nach Berlin zu kommen, mußte man durch die DDR fahren; das war mit einem Schiff nicht so leicht. Man brauchte viele Genehmigungen. Von Emden die Weser entlang, von da in den Mittellandkanal, dann in die Elbe, von dort in den Havel-Elbe Kanal, von da aus in die Havel, von dort in die Spree und dann in den Landwehrkanal.

· Hatten Sie schon mal Probleme mit dem Schiff?

M.S.: Eigentlich nicht, ... oder doch: Im letzten Jahr hat sich einmal eine Leine gelöst. Als morgens die Leute zur Arbeit kamen, hing das Schiff nur noch an einer Leine und schwankte im Urbanhafen hin und her .....

· Aus welchem Material ist das Schiff?

M.S.: Das Schiff ist überwiegend aus Stahl, ganz viele Bleche wurden zu einem Schiffskörper zusammengenietet. Auch die Aufbauten sind überwiegend aus Stahl, teilweise auch aus Holz.

· Was ist eine Tjalk?

M.S.: Das Besondere an den Tjalken ist, dass sie keinen richtigen Kiel haben, so wie andere Segelschiffe. Sie liegen also nicht tief im Wasser und haben einen sehr flachen Boden. Sie fällt also, wenn sie im Wattenmeer auf dem Trockenen liegt, nicht um, wie das andere Segelschiffe tun würden. Damit diese Schiffe richtig segeln können, haben sie große Seitenschwerter.

· Können sie uns etwas über Herrn van Loon erzählen?

M.S.: Niklas van Loon hat als erster, eine -damals noch aus Holz gebaute- Tjalk gezeichnet und entwickelt.